Gewinderollen und Gewindestrehlen

Gewinderollen bzw. Gewindewalzen Das Kaltumformen der Gewinde durch Gewinderollen oder -walzen hat nicht nur die Verfestigung zur Folge, sondern auch den Vorteil, daß die Materialfaser nicht unterbrochen wird. Der ununterbrochene Faserverlauf bringt glattere Oberflächen und eine höhere Dauerbelastbarkeit mit sich. Das Gewindeschneiden oder -drehen durchtrennt die Materialfaser, wodurch die Oberfläche rauher wird und von ihr stärkere Kerbwirkung ausgeht. Vorteile:

- Erhöhung der Zugfestigkeit durch Materialverdichtung von ca. 25% im Walzbereich.

- saubere Gewindeflanken - keine Späne im Gewinde - wiederholungsgenaue Gewinde bei garantierter Einhaltung der geforderten Toleranzen

- fertigungstechnisch bedingte gleichbleibende Qualität

Für das Rollverfahren verwendbare Werkstoffe:

- Alle Metalle, die mindestens 6% Dehnung aufweisen und eine Zugfestigkeit von 1300 N/mm2 nicht überschreiten

- hochlegierte, korrosions- und säurebeständige Stähle - Spezielle Aluminium

-Legierungen - Messing mit Nietqualität oder Kupferlegierungen

Nicht verwendbar:

- Extrem spröde Werkstoffe wie Ms58, Grauguß etc. oder extrem weiche Werkstoffe wie Blei - Kunststoffe

Gewindestrehlen bzw. Gewindeschälen


Beim Gewindestrehlen wird das Gewinde mit einem Werkzeug erzeugt, das in Vorschubrichtung mehrere mit zunehmender Schnittiefe gestaffelte Schneidproflile aufweist und das Gewinde in einem Überlauf erzeugt.